Was ist eigentlich Irish Dance?

Irish Dance im ursprünglichen Sinn bezeichnet Volkstänze mit Ursprung in Irland, die allein, in Paaren oder in Gruppen getanzt werden können.

Gruppentänze sind meistens soziale Tänze, die weiter unterteilt werden können in 'Céilís' und 'Set Dances'. Set Dances sind Tänze, die immer von vier Paaren getanzt werden, während Céilís von Formationen verschiedener Größe von zwei bis 16 Tänzern getanzt werden können.

Solo Tänze sind meist Wettkampf-Tänze. Bei diesen Tänzen steht die Performance im Vordergrund und es wird sehr auf die richtige Tanzhaltung und die möglichst perfekte Ausführung der Schritte geachtet.

Im modernen Irish Dance gibt es außerdem noch Choreographien, die z.B. auch zu aktuellen Pop-Songs getanzt werden können. Diese Tänze werden allerdings eher als Show-Tänze aufgeführt.

Kostüme

Die Kostüme der Tänzer können schlicht oder aufwendig sein. Bei Wettkämpfen treten die meisten Tänzer in ihren Schulkostümen an, die ganz unterschiedlich aussehen können. Tänzer in höheren Leveln, die z.B. auch bei internationalen Wettkämpfen antreten tragen meist aufwendig verzierte Kleider.
Die Kostüme der Tänzerinnen basieren ursprünglich auf den Kleidern der Landfrauen, die vor 200 Jahre getragen wurden. Durch moderne, leichtere Stoffe sehen die Kleider heute allerdings immer weniger traditionell aus. Zu den Kleidern werden entweder "Poodle Socks" (weiße Strümpfe, die ca. bis zur Mitte der Waden gehen) oder auch schwarze Strumpfhosen getragen. Manche Tänzerinnen tragen dazu eine Lockenperücke ("Wig") oder ein Haarteil.
Die Kleidung, die von Jungen und Männern getragen wird, ist meist etwas schlichter. Auf den ältesten Fotos tragen die Männer lange Hosen oder Kniebundhosen und später einen einfarbigen Kilt mit dazu passenden Kniestrümpfen und einem Jackett. Erst die bekannten Tanzshows nahmen auf das Kostüm Einfluss, so dass heute die meisten Männer wieder schwarze Hosen tragen. Dies kann allerdings auch je nach Schule variieren, so sieht man auf Wettkämpfen durchaus auch heute noch vereinzelt Männer in Kilts und Jackett.

Schuhe

Im Irish Dance gibt es zum einen die 'Soft Shoes', die an Ballettschuhe erinnern. Soft Shoes bestehen aus Leder und haben eine weiche, flache Sohle. Es gibt mittlerweile farbige Schuhe, bei Wettkämpfen sind aber nur die klassischen schwarzen Schuhe erlaubt. Soft Shoes kommen bei den Soft Shoe Solo Tänzen bei Wettkämpfen, sowie bei Céilí-Tänzen zum Einsatz.

Daneben gibt es noch die "Hard Shoes" oder "Heavy Shoes" die eher den klassischen Stepp-Schuhen ähneln. Sie bestehen ebenfalls aus Leder, haben einen Absatz und haben an der Ferse und an der Fußspitze sogenannte 'Heels und Tips'. Diese Tips sorgen für die Entstehung des Klangs beim Tanzen. Früher waren sie meist aus Holz oder gehärtetem Leder gefertigt, heute wird Fiberglas als Material verwendet. Bei Tanzshows haben manche Tänzer Metallplatten unter den Schuhen, diese sind aber für Klangverbesserung und für Special Effects gedacht und bei Wettkämpfen streng verboten.

Die Hard Shoes werden bei den Hard Shoe Solo Tänzen und bei den Traditional Set Dances getragen.

 
Soft Shoes werden weitestgehend nur von Frauen und Mädchen getragen. Jungen tragen Soft Shoes nur bis zum Alter von 11 Jahren, danach wechseln sie zu Reel-Shoes, die im Aussehen den Hard Shoes ähneln, aber keinen Tip haben.